Sonntag, 21. August 2016

Durchhänger

Kennt ihr das auch?

Nach dem ersten Schwung kommt irgendwann eine Phase, wo nix weiter geht.

So wars bei mir in den letzten Wochen.
Entrümpelungstechnisch ist bei mir absolut nix weiter gegangen.  Im Gegenteil: Im Urlaub bin ich sogar einem Konsumflash erlegen und hab mir außer einem notwendigen (weil der alte war kapuut) neuen Wanderrucksack noch einige Klamotten gekauft.

Entsprechend mau sieht meine Entrümpelungsbilanz aus.
Eigentlich wollte ich auch dieses Jahr mindestens 1 Ding pro Tag (netto) aus dem Haus schaffen. Netto heisst: für jedes neu gekaufte Teil sollte zusätzlich eins raus.

An 
Tag 233 
habe ich bislang laut meiner Statistik nur 
131 Dinge 
entsorgt/verkauft/verschenkt.
Netto - also wenn ich die dieses Jahr zugekauften Teile abziehe, sinds sogar nur 
100.

Entsprechend ruhig war es auch hier. Wenn man sich gerade wie ein Minimalismus- Vollversager vorkommt, ist es schwierig was zum Thema zu schreiben.

Heute hab ich mich dank schlechten Wetters aufgerafft, mal einen Teil meines Kleiderschranks durchzuschauen, mit dem Ziel, wenigstens die neu gekauften Klamotten durch Entsorgung von Ungetragenem zu kompensieren. Mit Erfolg übrigends. Luft zum Entrümpeln ist  hier locker noch. Nach 1/4 des Schranks hatte ich schon 4 Sachen raussortiert, die ich mindestens 1 Jahr lang nicht getragen hatte. 

Freitag, 5. August 2016

Urlaub

Jepp ich war weg - und das unangekündigt - Schande über mein Haupt. 
Mit in den Urlaub genommen habe ich Frau Dingdongs Urlaubs-Challenge und deswegen gibts jetzt ausnahmsweise hier ganz viele Bilder.
(Ich bin zwar zu spät dran, aber Spaß gemacht hats trotzdem.)



1. minimalistisch

2. bunt


3. kontrast
 
4. unterwegs




5. Wetterlage
 

 
6. lecker
Hier müssen natürlich die weltbesten Marillenknödel sein...

 und wenn wir schon gerade beim essen sind (Vegetarier müssen jetzt tapfer sein ;-D)

7. weniger


8. mehr

9. türkis



10. Dreieck
 

11. Morgenroutine
 Bei dieser Kategorie musste ich paasen - hatten wir einfach nicht, aber eine Abendroutine hatten wir: auf dem Balkon unserer Ferienwohnung sitzen und Lightshow gucken:


12. Linie

13. klein
(auch ein kleiner Tümpel erfrischt den Hund ;-)




14. Punkt

Na, errät jemand, wo ich Urlaub gemacht habe?

Sonntag, 5. Juni 2016

Ultra Slow Fashion

Ich hab mir gedacht, wir könnten vielleicht mal einen Gegentrend zur immer schneller- fast- fashion anschieben, und mache hier mal den Anfang:

Was also ist ultra slow fashion?

Ganz einfach: Habt ihr vielleicht auch ein heißgeliebtes (wahrscheinlich) hochwertiges Kleidungsstück im Schrank, das ihr immer noch nutzt -Jahre oder gar Jahrzehnte alt?

Mein ganz persönliches Ultra Slow Fashion Lieblingsstück ist dieser Pullover in Patentstrick.


 
Kennt ihr das Klischee der strickend in den Vorlesungen der 80er Jahre sitzenden Öko-Studis in den Achzigern? Ich gestehe hiermit: ich war so eine.

Mein Lieblinsstück ist nämlich ein "Eigenbau" der während meines Studiums in den späten 80er Jahren entstand. Damit ist dieses gute Stück wahrhaftig ca. 30! Jahre alt.

Da er sehr warm ist, kam er nur an den kälteren Wintertagen zum Einsatz. Hat mich in Skiurlaube begleitet, bei winterlichen Ausritten warm gehalten oder auch in den letzten Jahren beim Gassigang. Unzählige Erinnerungen an winterliche Outdoorerlebenisse hängen an diesem Stück.
Trotzdem er eher schonend zum Einsatz kam, wurden vor ein paar jahren dann doch mal die Ellenbogen etwas fadenscheinig und durchgescheuert. 

Da hat eine Freundin, die im Gegensatz zu mir nähen kann, mir das gute Stück gerettet und die stylischen Ellenbogenschoner draufgenäht, die so aussehen, als hätten sie immer schon dazugehört.

Und jetzt ihr.
Ich würde mich sehr freuen, zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die so ein altes Schätzchen hortet.
Bloggt darüber oder schreibts mir in die Kommentare. 


Donnerstag, 2. Juni 2016

Mein minimalistisches Urlaubstransportmittel...

ist eine langbeinige Blondine namens Joaquina.


- made in Germany
- Vollkommen bio
- (nahezu) emissionsfrei
- selbstreproduzierend
- und 100% recyclingfähig

 ;-D

Samstag, 7. Mai 2016

Gelesen: Kultur vor dem Kollaps

Der Autor ist ein amerikanischer Kulturgeschichteprofessor, der dieses Werk im Jahr 2000 veröffentlicht hat.
Thema des Buchs ist der Aufstieg der amerikanischen Konsumkultur zur Weltbeherrschung und der - so der Autor - zu erwartende Untergang.

Das Buch ist insofern witzig zu lesen, dass der Autor bei seinne Prognosen völlig übersehen hat, welche zentrale Rolle das Internet in der Weiterentwicklung der (amerikanisierten Weltkultur)  spielen würde.
Auch das Aufkommen des Minimalismustrends als Gegenbewegung zum überbordenden Konsumismus hat er nicht kommen sehen, obwohl es - betrachtet man seine Analyse der amerikanischen Kultur - eigentlich auf der Hand liegt.

Warum es trotzdem ein lesenswertes Buch ist?

Weil es eine meines Erachtens sehr scharfäugige Analyse bietet, wie es zu dieser Entwicklung der Konsumkultur gekommen ist, und weil es auch mit ein paar Aha-Erlebnisse darüber verschafft hat, wie jung diese Entwicklung eigentlich ist.

Mich hat z. B. überrascht, dass das großflächige Aufkommen von Werbung erst etwa in den 20er bis 30er Jahren des 20. JH stattgefunden hat. 

Auch viele technische Entwicklungen, die den Massenkonsum in seiner heutigen Form überhaut erst möglich gemacht haben - vom Fließband übers Fernsehen bis zum  Computer sind maximal 100 Jahre alt.

Massenkonsum - so der Autor - führt zu Massenvermarktung, muss also den Geschmack möglichst Vieler treffen. Das führt zu Produkten, die häufig nur der "kleinste gemeinsame Nenner" und qualitativer Schrott sind. Wenn ich mir den Buchmarkt anschaue, muss ich ihm absolut recht geben. Ich finde es schon erschreckend, wie unterirdisch schlecht etwa 99 % dessen sind, was so auf Bestsellerlisten ganz vorne landet.

Eine weitere interessante These:

Die Konsumkultur hat zu einem Wertewandel geführt, dahingehen dass "Wert" nur noch die Materielle Verwertbarkeit meint.
Der Autor führt das am Beispiel des amerikanischen Bildungssystems aus.
Gelernt wird nur noch "verwertbares" Wissen, dass man hinterher im Beruf auch zu Geld machen kann. Wertgeschätzt wird nicht mehr die Bildung an sich, sondern nur noch der verkaufbare Abschluss. 

Und das anzustrebende Bildungsniveau orientiert sich  im amerikanischen System, (das im Gegensatz zu unserem wesentlich über Studiengebühren finanziert wird) an dem, was der "Kunde" will, nämlich einen Abschluss - egal wie. Nicht gerade ein Anreiz, das Bildungsniveau hoch zu halten. (Hier stellen die Gesetze der Marktwirtschaft sich selber ein Bein).

Naturgemäß geht der Trend -alles und jeden nur noch im Hinblick auf seine (materielle) Verwertbarekit hin zu klassifizieren sehr viel tiefer. 
Das viel Propagierte "Networking" d. h. die Auswahl und Pflege zwischenmenschlicher Bezeihungen allein nach dem Gesichtpunkt der Nützlichkeit des anderen ist einer der - für mein Gefühl - widerwärtigsten Auswüchse dieser Entwicklung.

Als minimalistisch orientierter Mensch habe ich bei der Lektüre eingies darüber gelernt, wie "der Feind" (die Konzerne) tickt. Insofern kann ich es weiter empfehlen. 

Falls es euch interessiert, guckt mal in Bibliotheken. beim Erscheinen war es glaub ich recht erfolgreich. Vielleicht ist es deshalb noch gelistet. 

Ansonsten meldet euch bei den Kommentaren. Ich verschenke mein Exemplar. 



Sonntag, 17. April 2016

Fremd gebloggt

Derzeit ist es ruhig hier, da mich familiäre Angelegenheiten auf Trab gehalten haben. Aber immerhin hab ich einmal (zum 1. Mal *freu*) fremd gebloggt:
Beim Apfelmädchen und dem traurigen Fisch zu deren Müll Thema, nämlich. Wens interessiert bitte hier entlang.
Viel Spaß!

Sonntag, 3. April 2016

Warum Minimalismus?

Es  ist ja manchmal verblüffend, ich bastele an so etwas wie einem persönlichen Minimalismus-Fazit-Artikel und habe kaum angefangen, da postet das Apfelmädchen ihre 5 Gründe für Minimalismus.

Ob manche Themen irgendwie in der Luft liegen?

Am Anfang stand für mich ganz banal der Wunsch, den Überblick über meinen Besitz zu bekommen. Das ist mir im Großen und Ganzen inzwischen gelungen. Aber darüber hinaus ist noch viel mehr passiert:

Also, was hat mir 1 1/4 Jahr  Minimalsismusexperiment  gebracht?

  • Hunderte von Dingen weniger, die meinen Haushalt vollstopfen.
  • Einen wesentlich besseren Überblick über mein Hab und Gut
  • Wesentlich mehr Ordnung. (Ok, eine Ordnungsfanatikerin bin ich immer noch nicht, dazu ist meine Grundnatur zu sehr auf der kreativ chaotischen Seite, aber tatsächlich verbringe ich mittlerweile deutlich wengier Zeit mit dem Suchen von Dingen, als vor 2 Jahren)
  • Einen wesentlich besseren Überblick über meine Finanzen 
  • weniger fixe Ausgaben durch eine ganze Reihe gekündigter überflüssiger Abos, Mitgliedschaften etc.
  • weniger Konsumausgaben - als wirksamster Blocker für ständige Konsumversuchungen hat sich dabei für mich die Mühe herausgestellt, die es macht, Dinge loszuwerden.
  • Ich mache mir auch bei Verbrauchsgütern viel mehr Konsum-Gedanken, mein Einkaufsverhalten hat sich stark in Richtung nachhaltig verschoben.
Soviel zu den materiellen Auswirkungen. Aber tatsächlich hat sich ideell fast noch mehr verändert:
  • Ich habe das Gefühl reich zu sein - bin mir viel mehr bewusst, was ich alles schon besitze.
  • Ich bin viel zufriedener.
  • Das reduzieren hat sich als exzellente Strategie erwiesen, nicht nur herauszufinden was ich wirklich brauche, sondern auch was ich eigentlich will und wo ich hinwill
  • Ich habe eine ganze Reihe interessanter und anregender Menschen kennen gelernt


Den Experimentalstatus hat des Experiment deshalb längst verlassen.
Und ihr so?