Dienstag, 22. November 2016

Warum Zero Waste Augenwischerei ist.

Mir ist schon klar, dass ich mich mit dieser provokanten Überschrift vermutlich ziemlich unbeliebt mache. Aber so leid es mir tut: das muss jetzt mal sein.

Neulich hatte ich ein Schlüsselerlebnis: Berufsbedingt hat es mich in ein Lager eines großen Logistikdienstleisters verschlagen. Und was gab es da zu sehen? Verpackungen um Varpackungen um Verpackungen und das Ganze auf (immer mehr) Kunststoffpaletten gelagert.

Dieser Dienstleister macht nichts anderes als Consumer-Produkte vom Großhandel anliefern zu lassen und für seine Kunden - Einzelhandelsbetriebe, die die Ware an Endverbraucher abgeben  - zu kommissionieren. D. h. Sortimente in Abnahmemengen, die die brauchen, zusammenzustellen und zu liefern.

Da liefert  z. B.  ein LKW 30 Paletten von einem Produkt - sagen wir mal: Gummibärchen -  an. Diese sind bekanntlich in Plastiktüten verpackt. Von diesen Plastiktüten liegt eine bestimmte Anzahl in einem Karton. 6 dieser Kartons stecken in einem größeren Karton. Ein Dutzend dieser größeren Kartons sind auf eine Palette geschichtet und mit Schrumpffolie umwickelt, dass sie dort auch drauf bleiben.

Im Lager dieses Dinstleisters wird dann umgepackt: die Schrumpffolie abgerissen und die Kartons auf andere Paletten umgesetzt, wo sie zusammen kommen mit Kartons für Schokoriegel, Kekse und anderem. Manche nehmen auch nur wenig ab, dann werden auch noch die größeren Kartons aufgerissen, die kleineren Kartons einzeln in neue Behällter umgeschichtet und weiter verpackt. Am Schluss wird um das Ganze wieder Schrumpffolie gewickelt und ab auf den nächsten LKW.

Die Reste des Packmaterials landen bei "meinem" Groß-Handelslogistiker - im Müll. 

Und wenn du als Konsument am Ende eine Tüte Gummibärchen in den Händen hältst und dich freust, dass die eigentlich eher sparsam  verpackt sind, hast du 95% des Verpackungsmülls, den diese Gummibärchen bereits produziert haben niemals zu Gesicht bekommen.

Du könntest jetzt natürlich sagen: Ich esse eben keine Gummibärchen.

Aber die Produkte, die man in Unverpackt-Läden kaufen kann, fallen leider auch nicht unverpackt direkt vom Acker in den Laden...

Donnerstag, 10. November 2016

Alles Konsum oder was?

Rage von "Mama denkt" hat gerade einen höchst interessanten Post verfasst, dem sich eine nicht minder interessante Diskussion anschließt.

Da meine 2 Cent dazu eher länglich ausfallen, habe ich beschlossen, einen Blogpost draus zu machen.

Bei Rage wurde auch der  Versuch gemacht, den Begriff "Konsum" zu definieren und das ist dabei heraus gekommen:

"Unter dem Wort Konsum verstehe ich nicht das Kaufen und Verbrauchen von existenziellem, wie Lebensmitteln, sondern das Kaufen und Verbrauchen von all jenem, das man sich kauft, ohne das man aber existieren/leben könnte.“

Erst fand ich das einleuchtend. Bei näherem Hinsehen fiel mir dann aber auf, dass diese Definition doch ziemlich unscharf ist. 

Ohne was ich leben könnte, oder was ich zum Leben für unverzichtbar halte, ist letztenendes eine höchst subjektive Entscheidung. 

Und eine die alles andere als einfach zu beantworten ist. Guckt euch in dem Zusammenhang  mal  die Zusammensetzung des Harz IV Warenkorbs und die Diskussionen drumherum an. Dann erkennt ihr schnell was ich meine. Das Nicht-konsumieren bestimmter Dinge kann einen nämlich auch ins gesellschaftliche Abseits bringen. Und damit die Lebensqualität massiv beeinträchtigen.
Nehmt als Bespiel das Internet. Vor 20 Jahren haben wir alle ohne gelebt. Niemandem hat etwas gefehlt. Es gab nämlich einfach noch keins ;-D.  Heute bedeutet kein Internet zu haben, von wesentlichen Informationsquellen und Möglichkeiten der sozialen Teilhabe abgeschlossen zu sein.
In der Nutzung des Internets ist allerdings jede Menge Konsum verborgen: angefangen vom PC oder Smartphone über die (wenn möglich bitte doch schnelle - und deshalb neu zu verlegende Datenleitung) bis hin zum Stromverbrauch.

Auch der Ausschluss von Lebensmitteln ist im Zusammenhang mit der aufgeworfenen Kernfrage nach "gutem" oder "schlechtem" Konsum m. E. daneben gegriffen. Ich kann z. B. sehr gut ohne (extrem umweltbelastende) eingeflogene Papayas oder sonstiges exotisches Obst leben.

Nicht-Konsumieren ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Selbst der Selbstversorger mit eigenem Garten wird spätestens dann, wenn er eine neue Hacke braucht, zum Konsumenten. (Und kommt mir jetzt nicht mit dem selbstgemachten Steinbeil. Nachgewiesenermaßen gabs bereits in der tiefsten Steinzeit Handelsbeziehungen über hunderte von km, um an besonders gute Steine für Werkzeug heranzukommen.)

Die Kritik am minimalistischen Credo, dass hier nur Erlebniskonsum gegen Warenkonsum eingetauscht wurde, ist deshalb faktisch zwar richtig, greift aber auch zu kurz.

Ein minimalistischer Lebensstil kann natürlich äußerst unnachhaltig sein, wenn man sich mal die Umweltbelastung allein der Flüge der "Nur mit einem Rucksack um die Welt Tourer"-Minimalisten anguckt.  
 Und die von Rage angesprochene "Kompensation" ist-   sorry - meines Erachtens Augenwischerei. Denn der Schaden durch die Flugzeugabgase ist ja da, und wird nicht dadurch weggemacht, dass irgendwo von dem Bruchteil meines Geldes der tatsächlich dafür nach Abzug aller "Orgakosten" übrigbleibt, irgendwo  ein Bäumchen gepflanzt wird.

Fazit: das Bekenntnis zum Minimalismus löst nicht zwangsläufig eine nachhaltigen Lebensstil aus.
Wenn man einen nachhaltigen Lebensstil anstrebt kann Minimalismus allerdings eine gute Oriantierungshilfe sein.
Micht konsumieren geht nicht, aber weniger und nachhaltiger konsumieren und zwar in jedem Feld
-vom umweltfreundlichen Wanderurlaub über den Verzicht auf eingeflogene Lebensmittel zugunsten regional produzierter bis zur "Nicht-Anschaffung von Dingen, die man nicht braucht.
Was man aber braucht   um sich in seinem Leben wohl zu fühlen, kann individuell höchst unterschiedlich sein.

Ansätze wie "Das Halten eines Hundes ist aber nicht nachhaltig - all das Fleisch dass der frisst - böse, böse!",
 halte ich daher nicht für zielführend, weil so ein Hund durchaus einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität hat. (Ich bin bei dem Thema befangen und geh jetzt meine Graunase kraulen ;-)

Insofern muss eine Nachhaltigkeitsdenkansatz eher in die Richtung gehn, dass jeder selbst entscheiden kann wofür er "seinen CO2-Anteil" verpulvert. 
Und wenn man sich die Gesamtbilanz unseres hypothetischen flugreisenden Minimalisten im Vergleich zu der eines Biolandwirts anguckt, der zwar keine Flugreisen macht aber nunmal ein Auto und einen Trecker  u.s.w benötigt, sein in unserem Klima befindliches Haus heizen muss, das vielleicht weil er nicht viel Geld zum investieren hat, ein schlecht wärmegedämmter Altbau ist könnte die Sache eventuell wieder anders aussehen.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Die "Alles oder nichts"-Falle

In letzter Zeit hab ich mich ein wenig durch die Zero Waste Blogger Szene gelesen.

All diese tollen do it yourself Ideen.
Und dann ich:
-Ich kann nicht nähen (und werds vermutlich auch in diesem Leben nicht mehr lernen, Ich bin wohl eher der grobmotorische Typ)
-Basteln gehört auch nicht gerade zu meinen Favoriten (s. o.)
-Einen grünen Daumen hab ich auch nicht.
Mal ab davon, dass ich überhaupt nicht weiß, wo ich auch noch Zeit dafür her nehmen soll, neben einem Fulltime Job, der Versorgung von 4 Ponies und einem Hund und Haus und Garten.

Und Müllvermeidung beim Einkauf? Ich lebe nunmal nicht inner Großstadt mit nem Unverpackt-Laden und allerhand anderer Infrastruktur zum Erwerb von Unverpackt, Bio, Fair trade, regional und co.
Und zig Extra km fahren, um zu einer derartigen Einkaufsinfrastruktur zu fahren kanns ja irgendwie auch nicht sein.

Kurz: Wenn ich Bea Johnsons Einweckglas betrachtete und meine wohlgefüllte Mülltonne dagegen hielt, war ich total frustriert.

Und voll in die Alles oder nichts Falle gelaufen. Vor lauter Vergleichen mit den Ikonen der Szene ist mir völlig entgangen.dass ich auch schon einiges erreicht habe in Sachen Müll-Verringerung, auch ohne do it yourself Talent und unendlch viel Zeit.

Ich bin zwar von Zero waste noch weit entfernt, und werde realistischerweise auch nie dahin kommen, aber less waste macht schließlich auch Sinn.
Ich habe mein Haushaltsmüllaufkommen durch diverse einfache Maßnahmen um rund 50 % reduzieren können. Stellt euch mal vor, das würden alle so machen. Das hätte schon einen ziemlich gewaltigen Impact.

Vielleicht sollten wir insgesamt den Anspruch nicht ganz so hoch hängen und dafür mehr Leute erreichen?

Hier also meine Less Waste Tipps:

Es gibt eine ganze Reihe Produkte, von denen uns bloß eingeredet wird, dass wir sie benötigen. In Wirklichkeit sind sie völlig überflüssig. 

Ersatzlos aus meinem Haushalt geflogen sind:

- Sämtliche Schminkutensilien. Ich hatte sowieso nie Spaß dran mich anzumalen.
-Kosmetikpads: werden damit ebenso überflüssig
- Küchenrolle: in stinknormaler Spüllappen erfüllt denselben Zweck
- Klarsicht- und Alufolie. Übrig gebliebene Lebensmittel wandern jetzt einfach in ihrem Kochtopf in den Kühlschrank. Oder der Behälter wird wie bei meiner Oma mit einem Teller abgedeckt. (Das ist so effektiv, dass es sogar bei Hundefutter verhindert, dass der Kühlschrank danach riecht).
- Backpapier. Einfetten des Backblechs tuts genauso und das Kalorienthema finde ich eh völlig überbewertet.
- Schwammtücher und Spülschwämme. Letztlich deutlich hygienischer sind die selbstgebauten Spültücher aus alten Handtüchern, die ich in die Waschmaschine stopfen und mehrfach nutzen kann und deswegen sogar häufiger wechsle als die Wegwerfvariante.
-Plastiktüten für 'Obst und Gemüse. Selbst der Lebensmittelladen aufm Dorf wiegt mir anstandslos unverpacktes Obst und Gebüse ab.
-Plastikeinkaufstüten. Es war gar nicht schwer, mir anzugewöhnen, für alle Fälle immer einen Jute-Einkaufsbeutel im Auto zu deponieren.
-Flüssigseife und Duschgel; Eigentlich völlig schwachsinnig, das ganze Wasser, in dem die Flüssig- Seife gelöst ist, in einem Plastikpot nach Hause zu schleppen, wenn man genausogut unverpackte feste Seife nehmen kann.
-Flüssig-Shampoo ist bei mir inzwischen auch nach einer längeren Testreihe durch ein festes Shampoo ersetzt worden, das mit meinen langen Haaren funktioniert.

Mehrweg statt einweg
- Der Klassiker bei Getränken und selbst aufm Kuhdorf gibts einen Getränkemarkt, der Mehrwegflaschen hat. Ich benutzte inziwischen wieder die Glasalternative. Erstens halten die deutlich länger, 2. kann ich mir da sicher sein, ob nicht doch irgendwelche Weichmacher in meinen Getränken landen.
-Bücher: da ich in letzter Zeit häufiger den offenen Bücherschrank meines Vertrauens besucht habe, hab ich nicht nur Bücher dort deponiert, sondern auch immer mal Lesestoff mitgenomenn, den ich nach dem Lesen dann brav wieder dort deponiere. Der große Vorteil des OB gegenüber der nächstgelegenen Bibliothek ist dabei, dass er immer offen ist und nicht nur zu für Berufstätige Menschen eher blöden Zeiten.

Weniger Verpackungsintensive Produkte kaufen. 
Damit kann man auch nicht unerheblich Müll sparen.
-Spülmaschinenpulver, statt  EinzelverpackteTabs.
-Waschpulver in der Pappschachtel statt Flüssigwaschmittel in Plastik (s. Seife: wieso eigentlich für gelöstes Wasser teuer zahlen?
- Creme aus der Tube statt diesen perfiden Schmus der Kosmetikindustrie, die einem einen in Pappe verpackten Tiegel andreht, in den, wenn man genau hinguckt, innen ein kompletter, nur kleinerer Tiegel drin ist. Das ist völlige Kundenverarsche und hat mich sowieso immer schon geärgert. 
-größere Gebinde kaufen. Das hat in einem Einpersonenhaushalt und bei verderblichen Sachen zwar Grenzen, aber z. B. bei Nudeln oder ähnlichen Produkten die sich gut halten, kann man schon das Inhalt/Verpackunsverhältnis durch größere Pakete optimieren.


Habt ihr noch weitere "niedrigschwellige" Müllvermeidungstipps? Nur her damit.


Diesen Beitrag schicke ich 
zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.





Donnerstag, 13. Oktober 2016

Müllvermeidung vs. Minimalismus

Ja, ich lebe noch. Das RL hat allerdings sehr viel von meiner Zeit fürs bloggen geklaut in den letzten Monaten.
ein Dauerlazarett kranker Ponys ist ein echt freizeitfüllendes (und Geldbeutelleerendes)  Programm. *seufz*

Aber zum Thema: 
Müllvermeidung und entrümpeln ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich.
Oder: Besser gesagt, das ist entrümpeln für Fortgeschrittene.

Mein Focus hat sich in den letzten Monaten relativ stark vom reinen reduzieren in Richtung  nachhaltiges Leben verschoben. Trotzdem konnte ich weitere Entrümpelungserfolge verzeichnen.
Die Strategien sind eigentlich nicht neu, aber man es macht trotzdem sinn, sie unter dem Aspekt der Müllvermeidenden Entrümpelung nochmal neu zu betrachten.

1. Verkaufen
Klar - alles, was für irgendjemand anderen noch nutzen oder Freude bringt, kann man auf diesem Weg im Wirtschaftskreislauf halten. Man muss sich nur frei machen, von der Idee, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Dann bleibt der Kram nämlich endlos im Keller...

Dabei ist die Strategie des Verkaufens übers internet in blogs so abgelutscht, dass ich darauf nicht näher eingehe, sondern mal an ein paar klassische offline-Strategien erinnern wollte.

A) Second Hand Shops
Die Plattensammlung meines verstorbenen Vaters bin ich z. B. kürzlich schlicht und ergreifend an einen Plattenhändler im Nachbarort losgeworden. Natürlich hab ich damit nicht viel Geld verdient, aber die guten Stücke finden auf diesem Weg nochmal einen Liebhaber, ich unterstütze die lokale Wirtschaft - ein Plattenladen hier auf dem Land - den Mut des Betreibers, der den letztes Jahr aufgemacht hat, muss man einfach bewundern.

B) sich umhören
 So bin ich den Balkenmäher, den ich wegen meiner kaputten Handgelenke nichtgut bedienen kann an eine Reiterfreundin mit großem Garten losgewordne, die gnau sowas suchte.

2. Tauschen
Überschüssiges Zaunbaumaterial bin ich im Austausch gegen Heuballen an einen befreundeten Landwirt n losgeworden, der gerade neue Weiden gepachtet hatte und Zeug brauchte.
Das ist jetzt für die Städert unte meine Lesern wahrscheinlich ein exotisches Beispiel, aber vielleicht fällt euch aus eurem Umfeld auch was brauchbares ein. Meist nmuss man sich nur umhören.

3. Verschenken
Die Vase, die zwar schön war, aber bei mir einfach nicht reinpasste, hat ein neues Zuhause bei einer Freundin, in deren Vintage-Küche sie hervorragend passt.

Und - da ich es noch nie übers Herz gebracht habe, Bücher wegzuwerfen - ist die Erfindung des offenen Bücherschranks natürlich mein bester Freund. Und gleichzeitig die Gelegenheit alle paar Wochen mal wieder ein paar Bücher auszusortieren, wenn ich weiß, dass ich in die Stadt in die Nähemeines bevorzugten Exemplars  komme.

4. Umnutzen
Jawoll - mal nicht rausschmeissen, sondern was anderes damit anfangen. Netto hab ich damit zwar nix entrümpelt, aber ich hab mir auch diverse Einkäufe gespart.
Mein Anwendungsbeispiel: (für die Idee dazu vielen Dank an Maria von "Widerstand ist zweckmäßig")
In diesem Haushalt haben sich Unmengen von Handtüchen angesammelt, viel mehr als ein normaler Mensch jemals brauchen kann. Einige davon hab ich jetzt alswiederverwendbare Putzlappen umfunktioniert. Klappt hervorragend. 
 Handduch in paasende Ptzlappengröße untzerteilen, wer mag kann den Schnitt noch umnähen. Da ich aber diesbezüglich 2 linke Hände und keine Nähmaschine habe - es geht durchasu auch ohne umnähen. Und fertig ist der handliche, waschbare, wiederverwertbare, plastikreie  Putz-/Spüll-/ect. Lappen.  Und damit jede Menge Müll vermieden. Nicht nur sind damit die überzähligen Handtücher der Altkleidersammlung entgagen, die im Zweifel auch eher ein fragwürdiger Entsorgungsweg ist, sondern ich kann damit auch den Kauf von  Wegwerf-Schwammtüchern und co. vermeiden..

Und was für offline Alternativen zum Entrümpeln nutzt ihr so?
Für Anregungen bin ich immer dankbar.


 


Sonntag, 21. August 2016

Durchhänger

Kennt ihr das auch?

Nach dem ersten Schwung kommt irgendwann eine Phase, wo nix weiter geht.

So wars bei mir in den letzten Wochen.
Entrümpelungstechnisch ist bei mir absolut nix weiter gegangen.  Im Gegenteil: Im Urlaub bin ich sogar einem Konsumflash erlegen und hab mir außer einem notwendigen (weil der alte war kapuut) neuen Wanderrucksack noch einige Klamotten gekauft.

Entsprechend mau sieht meine Entrümpelungsbilanz aus.
Eigentlich wollte ich auch dieses Jahr mindestens 1 Ding pro Tag (netto) aus dem Haus schaffen. Netto heisst: für jedes neu gekaufte Teil sollte zusätzlich eins raus.

An 
Tag 233 
habe ich bislang laut meiner Statistik nur 
131 Dinge 
entsorgt/verkauft/verschenkt.
Netto - also wenn ich die dieses Jahr zugekauften Teile abziehe, sinds sogar nur 
100.

Entsprechend ruhig war es auch hier. Wenn man sich gerade wie ein Minimalismus- Vollversager vorkommt, ist es schwierig was zum Thema zu schreiben.

Heute hab ich mich dank schlechten Wetters aufgerafft, mal einen Teil meines Kleiderschranks durchzuschauen, mit dem Ziel, wenigstens die neu gekauften Klamotten durch Entsorgung von Ungetragenem zu kompensieren. Mit Erfolg übrigends. Luft zum Entrümpeln ist  hier locker noch. Nach 1/4 des Schranks hatte ich schon 4 Sachen raussortiert, die ich mindestens 1 Jahr lang nicht getragen hatte. 

Freitag, 5. August 2016

Urlaub

Jepp ich war weg - und das unangekündigt - Schande über mein Haupt. 
Mit in den Urlaub genommen habe ich Frau Dingdongs Urlaubs-Challenge und deswegen gibts jetzt ausnahmsweise hier ganz viele Bilder.
(Ich bin zwar zu spät dran, aber Spaß gemacht hats trotzdem.)



1. minimalistisch

2. bunt


3. kontrast
 
4. unterwegs




5. Wetterlage
 

 
6. lecker
Hier müssen natürlich die weltbesten Marillenknödel sein...

 und wenn wir schon gerade beim essen sind (Vegetarier müssen jetzt tapfer sein ;-D)

7. weniger


8. mehr

9. türkis



10. Dreieck
 

11. Morgenroutine
 Bei dieser Kategorie musste ich paasen - hatten wir einfach nicht, aber eine Abendroutine hatten wir: auf dem Balkon unserer Ferienwohnung sitzen und Lightshow gucken:


12. Linie

13. klein
(auch ein kleiner Tümpel erfrischt den Hund ;-)




14. Punkt

Na, errät jemand, wo ich Urlaub gemacht habe?

Sonntag, 5. Juni 2016

Ultra Slow Fashion

Ich hab mir gedacht, wir könnten vielleicht mal einen Gegentrend zur immer schneller- fast- fashion anschieben, und mache hier mal den Anfang:

Was also ist ultra slow fashion?

Ganz einfach: Habt ihr vielleicht auch ein heißgeliebtes (wahrscheinlich) hochwertiges Kleidungsstück im Schrank, das ihr immer noch nutzt -Jahre oder gar Jahrzehnte alt?

Mein ganz persönliches Ultra Slow Fashion Lieblingsstück ist dieser Pullover in Patentstrick.


 
Kennt ihr das Klischee der strickend in den Vorlesungen der 80er Jahre sitzenden Öko-Studis in den Achzigern? Ich gestehe hiermit: ich war so eine.

Mein Lieblinsstück ist nämlich ein "Eigenbau" der während meines Studiums in den späten 80er Jahren entstand. Damit ist dieses gute Stück wahrhaftig ca. 30! Jahre alt.

Da er sehr warm ist, kam er nur an den kälteren Wintertagen zum Einsatz. Hat mich in Skiurlaube begleitet, bei winterlichen Ausritten warm gehalten oder auch in den letzten Jahren beim Gassigang. Unzählige Erinnerungen an winterliche Outdoorerlebenisse hängen an diesem Stück.
Trotzdem er eher schonend zum Einsatz kam, wurden vor ein paar jahren dann doch mal die Ellenbogen etwas fadenscheinig und durchgescheuert. 

Da hat eine Freundin, die im Gegensatz zu mir nähen kann, mir das gute Stück gerettet und die stylischen Ellenbogenschoner draufgenäht, die so aussehen, als hätten sie immer schon dazugehört.

Und jetzt ihr.
Ich würde mich sehr freuen, zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die so ein altes Schätzchen hortet.
Bloggt darüber oder schreibts mir in die Kommentare.